Von der Fliegenklatsche zum Begrasungsgerät

Metamorphose eines Haushaltsgerätes zum sehr preiswerten Modellbahnwerkzeug

 

Die im Handel angebotenen elektronischen Fliegenfänger im Tennisschlägerformat bringen technisch schon alles mit, was für ein Begrasungsgerät benötigt wird. Sie sind außerordentlich handlich und mit wenigen Handgriffen für den zukünftigen Einsatzzweck zu modifizieren.

 

Als Ausgangsmaterial benötigt man einen Fliegenfänger und ein rostfreies Kaffeesieb. Der Fliegenfänger wird zunächst geöffnet und die schlägerförmige Wirkfläche entfernt.

Wer will, kann jetzt am Ausgang der Platine (aber vor dem Abschlusswiderstand) noch eine weitere Kondensator-Diodenkombination als Spannungsverdopplerstufe schalten. Nötig ist das allerdings nur, wenn man Gräser über 6mm Länge verarbeiten will. Handelsüblich gibt das Gerät, bei Batterienennspannung, etwa 30000 Volt ab. Für die allermeisten Begrasungsarbeiten völlig ausreichend.

An Stelle der Wirkfläche wird nun das am Griff bearbeitete Kaffeesieb eingeschraubt und zusätzlich verklebt. Die Art und Weise der Anpassung des Siebgriffes richtet sich nach den Gegebenheiten des Fliegenfängers. Ggf. muss auch dessen Gehäuse etwas bearbeitet werden.

Die Ausgangspole der Platine werden mit dem Sieb bzw. mit der Masseleitung verbunden. Welcher Pol womit verbunden wird ist dabei egal. Wichtig ist, nur alles gut zu isolieren, damit lediglich das Sieb und das Ende des Massekabels frei liegen.

 

Mit einer Batterieladung ist die Begrasung von etwa 3m² am Stück möglich. Dann lässt die Batteriespannung nach und es wird nicht mehr genug Elektrostatik erzeugt. Für Heimanlagen und die meisten Vereinsanlagen ausreichend genug.

 

Bastelaufwand etwa 2,5 Stunden

Materialeinsatz in diesem Fall   4,67 € (inkl. Batterien)

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