Meine neue Anlage H0 im eigenen Keller (noch im Bau)

Nach vielen Jahren war es 2012 endlich soweit. Ein Umzug in die eigenen vier Wände bot mir nun die Möglichkeit eine Anlage nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu bauen. Hierfür steht mir ein Raum von etwa 16 Quadratmetern zur Verfügung. Ein Platz, der trocken und sauber ist, und dank der sich im Raum befindlichen Heizanlage auch im Winter angenehm warm (konstant 20°C) wird.

Die Renovierungsarbeiten blieben überschaubar, so mussten lediglich die Wände frisch gestrichen und der Boden mit flüssigem Kunststoff versiegelt werden. Zusätzlich wurden noch einige Leitungen für die Beleuchtung und Steckdosen verlegt.

Was macht man nun mit so einem Raum? Denn nach einigen Jahren Vereinsarbeit und zwei abgebrochenen Projekten haben sich etliche Ideen angesammelt.

Durch viel Grübeln, Messen und Probieren entschied ich mich für eine Anlage in einer spiegelverkehrten „F" ähnlichen Form. Grund hierfür war die gute Zugänglichkeit aller Anlagenteile. Des Weiteren sollten immer noch Möglichkeiten für Erweiterungen bzw. Veränderungen bestehen. Die maximale Schenkellänge beträgt 270cm x 350cm und die Höhe der Anlage 110cm. Die ungefähre Größe und Ausdehnung der Anlage zeigt die Skizze. Sollten die vorhandenen Teile irgendwann einmal nicht mehr ausreichen so können die Schränke verschwinden und Platz für neue Anlagenteile machen. Der Gleisplan existiert nur als grobe Idee. Die Umsetzung erfolgt (wie bei mir üblich) spontan.

Fotos vom Baufortschritt in chronologischer Reihenfolge:

Thema, Gestaltung und Umsetzung

 

Auf Grund der vorhandenen Platzverhältnisse schied eine Zweigleisige Hauptbahn mit großen Radien und langen Bahnhöfen von vornherein aus. Also blieb nur eine eingleisige Nebenbahn übrig, die auch mit kleineren Anlagen auskommt. Landschaftlich orientiere ich mich am Harzer Vorland, da man hier alles findet was das Modelleisenbahnerherz begehrt (Hügel, Felsen, Brücken, kleine Bahnhöfe usw.)

Momentan spukt mir noch im Kopf herum, alle vier Jahreszeiten darzustellen. Mal sehen was daraus wird.

Bei der Auswahl des darzustellenden Zeitabschnittes entschied ich mich für die beliebte Epoche 3 (DR) da hier fast alles erlaubt ist.

Bei der Umsetzung sollten alle Erfahrungen der letzten Jahre mit einfließen. Sehr hilfreich war mir dabei die Arbeit in unserem Verein.

Aus Zeit- und Kostengründen sollte so viel wie möglich bereits vorhandenes Material genutzt werden.

 

Gleisbau

 

Als Gleismaterial verwende ich Roco-Line (ehemaliges Bettungsgleis) und Tillig Elite. Die Roco Weichen werden so umgebaut dass der Mechanismus für die Herzstückpolarisierung erhalten bleibt. Die Weichen werden vorerst von Hand gestellt. Ein weiterer Kompromiss war bei der Planung unumgänglich, so konnte bei der Gleisführung auf den Mindestradius von 360 mm nicht verzichtet werden.

 

Elektrik

 

Nur das nötigste! Da meine Kenntnisse auf diesem Gebiet sehr beschränkt sind.

Gefahren wird Digital. Signale werden manuell geschaltet, Zugbeeinflussung oder sonstige Schaltungen sind erst einmal noch nicht vorgesehen.

Ein Schwerpunkt wird für mich die Beleuchtung sein um auch die selbstgebauten Gebäude mit ihrer Inneneinrichtung entsprechend in Szene zu setzen.

 

Gebäude

 

Entstehen alle in Eigenbau (aus Balsaholz, Pappe und Kunststoffteilen). Handelübliches Material wir nur stark modifiziert verwendet.

 

Geländebau

 

Auf klassische Art und Weise (Holz, Zeitungspapier, Kork und Styroporplatten).

Modelliert wird die Landschaft aus einer Mischung von Kaffee, Vogelsand, Wasser und Holzleim.

 

Fahrzeugpark

 

Nebenbahn typisch eben. Einige B und C gekuppelte Dampf und Diesellokomotiven ein Zweiachsiger Triebwagen dazu eine ganze Reihe Personen- und Güterwagen.

Des Weiteren gibt es einige Anhänger aus DDR Produktion, die bei mir eine zweite Chance bekommen. Sie werden optisch hergerichtet und bekommen neue Radsätze.

Weiteres zur Anlage erfahrt Ihr demnächst.

Je nach Baufortschritt werde ich berichten und neue Fotos einstellen.

 

LG - K. A.